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Gut anderthalb Wochen nach dem Rückrundenstart der 1. Bundesliga geht’s auch wieder in der 2. Bundesliga von den Trainingsplätzen zurück in die Stadien. Bielefeld und Bochum duellieren sich am Dienstag, 28. Januar 2020 im ersten Zweitliga-Spiel des Jahres. Warum dieser außergewöhnliche Starttermin? Und wer sind die Favoriten um den Aufstieg? Wer spielt um den Abstieg? Unser Round-Up zur 2. Bundesliga.

2. Liga startet an einem Dienstag um 18:30

Wie schon im Vorjahr findet der Jahresauftakt der 2. Bundesliga unter der Woche statt. Den Anfang macht der Tabellenführer: Arminia Bielefeld empfängt im Westfalen-Duell den VfL Bochum am Dienstag um 18:30 Uhr. Keine wirklich fanfreundliche Anstoßzeit, doch die Deutsche Fußball Liga (DFL) möchte zum Start des Fußball-Unterhauses der 2. Liga terminliche Exklusivität verschaffen. Denn eine englische Woche ist in der 1. Bundesliga im Januar nicht vorgesehen. Neben den Spielen am Dienstag um 18:30 und 20:30 Uhr sind weitere Partien am Mittwoch- und Donnerstagabend angesetzt. Weitere interessante Spiele an diesem 19. Spieltag: Der Tabellen-Dritte VfB Stuttgart empfängt den Vierten aus Heidenheim am Mittwoch um 18:30. Am Donnerstag um 20:30 Uhr erwartet uns das Duell zwischen den einstigen Erstligisten vom Hamburger SV und dem 1. FC Nürnberg.

Aufstiegsplätze: Arminia Bielefeld mischt die Spitze auf

Fabian Klos hat es getan. Der Kapitän und Urgestein der Bielefelder Arminia hat offen über den Aufstieg gesprochen. „Die Chance ist jetzt da, und wer weiß, ob sie noch mal wiederkommt. Für mich persönlich mit 32 Jahren wahrscheinlich nicht“, sagte der Angreifer im Interview mit „11 Freunde“. Die Zuversicht wird genährt durch das Polster von drei Punkten auf die Verfolger und eigentlichen Top-Favoriten aus Hamburg und Stuttgart. Hinter der Arminia liegt ein herausragendes Jahr 2019: 65 Punkte in 34 Spielen – macht das Team von Trainer Uwe Neuhaus so weiter, spielt Bielefeld kommende Saison erstklassig.

HSV und VfB bleiben vorerst in der Verfolgerrolle. Nach starkem Saisonstart gerieten beide Zweitliga-Schwergewichte (der Kader-Marktwert der Stuttgarter ist mehr als dreimal so hoch wie der der Bielefelder) gegen Jahresende allerdings ins Straucheln. Bei den Schwaben passten vor allem auswärts die Ergebnisse nicht: Nur zwei Siege in der Fremde bedeuteten das Aus für Trainer Tim Walter kurz vor Weihnachten. Neuer Trainer ist der ehemalige Co-Trainer der TSG Hoffenheim, Pellegrino Matarazzo.

Beim Hamburger SV sieht die Bilanz ähnlich aus. Zwar sitzt Trainer Dieter Hecking deutlich sicherer auf seinem Sattel, allerdings holte er mit seiner Mannschaft nur sieben Punkte aus den letzten sieben Spielen. Unwürdig für einen Aufsteiger. HSV-Investor und Chef-Kritiker Klaus-Michael Kühne betrachtet den Aufstieg laut Hamburger Abendblatt inzwischen als „skeptisch“.

Hinter dem Spitzen-Trio tummelt sich eine Horde von potenziell gefährlichen Mittelklasse-Vereinen, die sich die ein oder andere Chance ausrechnen, doch noch unter die Top 3 zu rutschen: Allen voran der FC Heidenheim, der nur eines der letzten neun Spiele verlor und nur einen Punkte hinter HSV und VfB auf Platz 4 rangiert. Auch Aue, Osnabrück, Regensburg und Fürth befinden sich noch in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen.

Abstiegsplätze: Schafft Dynamo Dresden noch die Wende?

Im Keller befindet sich die SG Dynamo – und zwar seit Monaten. Sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 16, den der 1. FC Nürnberg aktuell bekleidet, sind schon eine Hausnummer. Bei den Sachsen drückt vor allem vorne der Schuh: Nur 17 Tore sind der mit Abstand schwächste Wert der 2. Bundesliga. Auch defensiv sieht es übel aus, nur Wehen Wiesbaden und der Karlsruher SC haben mehr Gegentreffer kassiert als Dresden. Immerhin verlief die Vorbereitung unter dem neuen Trainer Markus Kauczinski ganz passabel: drei Zu-Null-Siege gegen Zwickau, Dinamo Bukarest und Jeonbuk Hyundai Motors. Aber: Angreifer und Dynamo-Rekordeinkauf Moussa Koné steht unmittelbar vor einem Wechsel in die Ligue 1 nach Nimes. Direkt zum Jahresauftakt geht es gegen den KSC, der nur eines der letzten sieben Zweitliga-Spiele für sich entscheiden konnte und so gerade eben über dem Strich auf Platz 15 rangiert.

Dick im Abstiegsstrudel befinden sich auch Wehen Wiesbaden sowie die ehemaligen Erstligisten aus Nürnberg, Hannover, Bochum, Darmstadt und St. Pauli. Den 11. und den 16. trennen dabei lediglich zwei Zähler. Spannung ist also vorprogrammiert!

Hier könnt ihr die 2. Liga im TV live sehen

Sky hat in der Saison 2019/20 die kompletten Exklusiv-Rechte für die 2. Bundesliga. Heißt: Ausschließlich der Pay-TV-Sender zeigt alle Spiele live in Deutschland. Zusammenfassungen gibt es unter anderem in der Samstag-Sportschau in der ARD sowie bei RTL Nitro in 100% Bundesliga am Montagabend. Auch Sport1 zeigt Highlights der Spiele jeden Sonntag ab 9 Uhr in Hattrick Pur – die 2. Bundesliga.

Quoten: Die 2. Bundesliga bei Tipster wetten

Der HSV ist noch immer Top-Favorit auf den Aufstieg. Die Quote von 1,25 bietet Tipster aktuell auf den Wiederaufstieg des einstigen Bundesliga-Dinos. Etwas lukrativer sehen da schon die Aufstiegs-Quoten vom VfB Stuttgart (1,4) und Arminia Bielefeld (1,5) aus. Wer übrigens glaubt, dass der HSV die Zweitliga-Meisterschaft holt, sollte die Quote von 3,2 spielen. Außenseiter Erzgebirge Aue oder VfL Osnabrück werden mit einer 15,0 oder 20,0 für Platz 1 quotiert.