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Am 4. Februar geht es auch im DFB-Pokal endlich wieder weiter. Die verbliebenen 16 Teams duellieren sich im Achtelfinale des Pokals. Gerade für mittelgroße Vereine ist es die leichteste Chance, um in die Europa League einzuziehen. Dafür sind noch vier Siege nötig. Wem wir die nächste Runde zutrauen verraten wir euch im Round-Up für den DFB-Pokal!

1.FC Kaiserslautern – Fortuna Düsseldorf (Dienstag, 04.02.2020 – 18:30 Uhr)

Der FCK gehört schon länger nicht mehr zum Konzert der Großen und will den Pokal nutzen, um sich deutschlandweit wieder ins Rampenlicht zu spielen. 3. Liga heißt der harte Alltag in der Pfalz, immerhin haben die Roten Teufel seit Anfang November – und damit seit sechs Spielen – nicht mehr verloren. Der Sieg im Elfmeterschießen gegen kriselnde Nürnberger spülte zusätzliches Geld in die klammen Kassen der Lauterer, die gegen nicht gerade sattelfeste Düsseldorfer die nächste mittelschwere Sensation schaffen möchten. Auf dem Betze unter Flutlicht war’s noch nie leicht zu bestehen. FCK-Trainer Boris Schommers kommt gebürtig aus dem Rheinland und dürfte gegen Fortuna seine Hoffnungen auch an die Stärke von Torwart Lennart Grill knüpfen. Der Schlussmann der Lauterer wurde gegen den FCN zum Helden im Elfmeterschießen. Düsseldorf hat gewiss den stärkeren Kader, doch an schlechten Tagen kann die Fahrt in die Pfalz böse enden. Wir trauen dem FCK den erneuten Weg in die Verlängerung zu. Danach ist alles möglich!

Eintracht Frankfurt – RB Leipzig (Dienstag, 04.02.2020 – 18:30 Uhr)

Die Eintracht bekommt es binnen vier Wochen gleich vier Mal mit RB zu tun: Ende Januar in der Liga, dann im Pokal gegen die Leipziger (live bei Sport1) und kurz darauf in Hin- und Rückspiel in der Europa League gegen das Pendant aus Salzburg. Gegen starke Leipziger schien bis vor wenigen Tagen kein Kraut gewachsen, doch die SGE gewann das Bundesliga-Duell Ende Januar mit 2:0. Und: In Frankfurt konnte der Brause-Klub noch nie gewinnen (0-2-1). Wir lehnen uns gewiss nicht weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, dass sich das im Achtelfinale ändert. Das Nagelsmann-Team gewinnt diesmal bei Eintracht Frankfurt, für die das Ende der Dreifachbelastung vermutlich auch nicht der allergrößte Beinbruch wäre.

Schalke 04 – Hertha BSC (Dienstag, 04.02.2020 – 20:45 Uhr)

Vier Tage nach dem Liga-Spiel im Olympiastadion stehen sich Schalke und Hertha im Pokal gegenüber. Aufgrund der starken Hinrunde und des Heimvorteils gehen die Knappen favorisiert in die Partie. Die Veltins-Arena schmeckt der Hertha auch ganz und gar nicht. Seit 2004 gewannen die Berliner nur ein einziges Mal in Gelsenkirchen. Die Bilanz im DFB-Pokal sieht ähnlich düster aus für die Hauptstädter: Von sechs Duellen mit Königsblau entschied die Hertha nur ein einziges für sich (1970). Es mag vom Papier her die vielleicht ausgeglichenste Bundesliga-Paarung in diesem Achtelfinale des Pokals sein, daher geht unsere Tendenz auch nur ganz leicht zu einem Schalker Weiterkommen.

Werder Bremen – Borussia Dortmund (Dienstag, 04.02.2020 – 20:45 Uhr)

Vor genau einem Jahr lieferten sich Grün-Weiß und Schwarz-Gelb einen wahren Pokal-Thriller! Werder jubelte damals nach einer magischen Nacht: 3:3 nach Verlängerung, 5:7 nach Elfmeterschießen. Und diesmal? Die Ausgangslage hat sich, wenn überhaupt, nur minimal verändert. Die Bremer stehen in der Liga zwar sportlich schlechter da, haben diesmal aber den Heimvorteil. Am Abend des 121. Geburtstags des Vereins will Bremen erneut den BVB niederringen (live in der ARD). Die Borussia aus Dortmund wird mächtig Paroli bieten, soviel ist klar. Werder hat nur dann eine Chance aufs Weiterkommen, wenn es gelingt den neuen BVB-Sturmtank Erling Halaand an die Kette zu legen. Wir hegen Zweifel, dass das klappt. Tipp: Dortmund müht sich ins Viertelfinale.

Bayer Leverkusen – VfB Stuttgart (Mittwoch, 05.02.2020 – 18:30 Uhr)

Der VfB ist ein dankbarer Gegner für die Werkself. Von den letzten 16 Duellen zwischen Leverkusen und Stuttgart ging nur eines an die Schwaben. Im DFB-Pokal traf man bislang zwei Mal (1991 und 2002) aufeinander, auch dort hieß der Sieger stets Bayer Leverkusen. Hinzu kommt die eklatante Auswärtsschwäche von Gomez und Co: In der laufenden Zweitliga-Saison gewann der VfB Stuttgart nur zwei Partien in der Fremde. Es bleibt zudem abzuwarten, ob und wie die Süddeutschen den Abgang von Santiago Ascacibar (Wechsel zu Hertha BSC) kompensieren. Zudem fällt Abwehrchef Holger Badstuber mehrere Wochen aus. Leverkusen hingegen kam ideal aus der Winterpause, bügelte Paderborn (4:1) und Düsseldorf (3:0) mühelos weg. Klarer Heimsieg für das Team von Peter Bosz!

SC Verl – 1. FC Union Berlin (Mittwoch, 05.02.2020 – 18:30 Uhr)

Ganz Verl (immerhin 25.000 Einwohner) freut sich auf das Achtelfinale gegen den klaren Favoriten aus der Hauptstadt. Die Ostwestfalen schlugen sensationell den FC Augsburg und in Runde 2 den Zweitligisten Holstein Kiel im Elfmeterschießen. Sorgen bereitet dem Regionalligisten aktuell das Wetter. Es droht im schlimmsten Fall sogar der Platzwechsel und so wird das Spiel gegen Union möglicherweise gar nicht an der heimischen Poststraße, sondern im Stadion des SC Paderborn ausgetragen. Union Berlin täte ein Spiel auf neutralem Platz sicher gut, da man auswärts erst einmal gewann. In der Liga zumindest. Im Pokal siegten die Eisernen in Halberstadt und beim SC Freiburg. Auch diesmal wird der Bundesliga-Neuling sich keine Blöße geben und das Abenteuer Verl beenden.

Bayern München – TSG Hoffenheim (Mittwoch, 05.02.2020 – 20:45 Uhr)

Die Bayern haben noch eine Rechnung mit der TSG offen: In der Bundesliga-Hinrunde siegte das Team von Trainer Alfred Schreuder bei den Münchnern mit 2:1. Die Kraichgauer gehen natürlich dennoch als Underdog in dieses Achtelfinale, zumal man weiterhin auf die Stammkräfte Oliver Baumann, Robert Skov und Ishak Belfodil verzichten muss. Das Team von Hansi Flick ist personell zwar ebenfalls gebeutelt, hat aber natürlich den deutlich stärkeren Kader. Zudem kehren voraussichtlich Kingsley Coman und Lucas Hernandez zurück. Lewandowski und Müller befinden sich in Top-Verfassung, weswegen niemand wirklich an einem Weiterkommen der Bayern zweifelt. Auch wir nicht!

1. FC Saarbrücken – Karlsruher SC (Mittwoch, 05.02.2020 – 20:45 Uhr)

Saarbrücken oder Karlsruhe stehen im Viertelfinale des DFB-Pokals, damit war vor der Saison gewiss nicht zu rechnen. Für beide ist das Erreichen der Runde der letzten 16 also bereits ein Erfolg, der mit dem Weiterkommen gekrönt werden soll. Ganz zufrieden scheint man im Saarland dennoch nicht: Im Dezember wurde Trainer Dirk Lottner trotz Sensationssieg gegen den 1. FC Köln und der Tabellenführung des FCS entlassen. Saarbrücken will um jeden Preis aufsteigen, zurück in die 3. Liga. Lukas Kwasniok ist der neue Mann an der Linie, der aktuell aber noch auf Top-Torjäger Sebastian Jacob verzichten muss. Der Karlsruher SC traf seit der Jahrtausendwende acht Mal auf den FC Saarbrücken und verlor nie. Ob es diesmal für die favorisierten Badener ähnlich gut läuft, bleibt fraglich. In der 2. Bundesliga fing man sich vor der Winterpause herbe Klatschen gegen Fürth und Wehen Wiesbaden ein. Saarbrücken ist keinesfalls chancenlos. Und auch wenn die Saarbrücker noch immer nicht in ihrem Ludwigspark spielen, auch im benachbarten Völklingen ist dem FCS gegen den KSC das Weiterkommen zuzutrauen. Unser Risikotipp: Saarbrücken schaltet auch Karlsruhe aus!