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Müller, Boa und Mats werden bei Jogi ausgebootet, Dortmund verballert einen 9-Punkte-Vorsprung in der Bundesliga, Klopp holt den Henkelpott, Bayern kommt unter gütiger Hilfe des Schiris ins Pokalfinale und in Stuttgart wird Ende Mai neben dem Bahnhof auch der VfB tiefer gelegt. Soweit, so bekannt und schon hätten wir das Wichtigste aus diesem Jahr aus fußballdeutscher Sicht zusammengefasst. Wir wären aber nicht wir, wenn wir nicht nochmal auf die besten Ereignisse zurückblicken würden, deren Relevanz sich irgendwo zwischen Weltfrieden und der eines trockenen Stempelkissens befinden. Let’s go!

Januar
Das Jahr startet mit einem großen Wechsel (1,98 Meter): Naldo verlässt Schalke und damit die Bundesliga nach fast 14 Jahren. Aussortiert von Domenico Tedesco, der mit seinen Knappen stark gen Abgrund segelt. Bei seinem neuen Arbeitgeber im Fürstentum Monaco erhält Naldo mehr Platzverweise als Einsätze. Traurig. Auch sonst ist auf dem Transfermarkt gut was los: zweitgrößter Wechsel (1,96 Meter) ist der des Alex Meier zum FC St. Pauli. Achja: Franck Ribéry gönnt sich ein Stück Fleisch in Dubai.

Februar
HW4 ist zurück in der Bundesliga. Also in der B-Junioren-Bundesliga West. Und auch nur als Co-Trainer bei der U17 von Fortuna Düsseldorf. Aber ganz ehrlich Heiko, allemal besser als wenn du als Reservist in irgendeiner Bananen-Liga wie der österreichischen Bundesliga abhängst. International reguliert die SG Eintracht weiterhin: In der schweinekalten Ostukraine schlagen die Hessen mit 3.000 Fans auf und schalten nach einem 2:2 im Hinspiel Donezk mit 4:1 im Rückspiel aus.

März
Mit Lewy und Piza duellieren sich zwei lebende Legenden um die Frage: Wer ist bester ausländischer Bundesliga-Goalgetter aller Zeiten? Anfang März überholt Lewandowski (197 Tore) den 40-jährigen Pizarro und zieht schon bald in Windeseile davon. In Madrid heuert derweil Zidane (mal wieder) an, Solskjaer wird Trainer bei Manchester United. Liverpool haut mit dem FC Bayern bereits im Achtelfinale den letzten deutschen Teilnehmer aus der Königsklasse raus.

April
Ausgegrindelt! Der DFB-Präsident tritt zurück, bleibt aber in seinen Ämtern bei der FIFA und UEFA, um zumindest bei Kontinental- und Weltverband etwas Street Credibility zu wahren. Tottenham eröffnet sein neues, für rund eine Milliarde Euro hingezimmertes, Stadion und gewinnt direkt gegen Palace mit 2:0. Wichtigste Message: Jürgen Klopp gibt auf einer Pressekonferenz zu verstehen, dass er gerne Emojis in Textnachrichten nutzt – am liebsten den „Daumen hoch“.

Mai
Jerome Boateng, das alte Partyluder, lässt sich bei der Meisterfeier des FC Bayern nicht blicken. Alles rechnet ganz dick mit seinem Abgang. Derweil wird Marko Marin Spieler des Jahres in Serbien. Klasse Leistung, denn wer kann diesen Titel schon in seinem Briefkopf angeben?! David Kinsombi möchte endlich Bundesliga spielen und wechselt zum HSV – der Fail des Jahres, denn Kinsombi bezahlt auch noch 10 Prozent der Ablöse selbst und spielt dennoch (weiterhin) nur zweitklassig. Der 1. FC Köln dagegen ist Rekordaufsteiger des Jahrtausends (zum sechsten Mal).

Juni
Grundgütiger! Erstmals seit 2013 findet ein Champions-League-Finale ohne Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi statt. Spurs und Pool duellieren sich in Madrid in einem eher öden Endspiel, das die Reds für sich entscheiden. Immerhin erhalten alle Liverpool-Spieler frisch designte Gold-iPhones (24 Karat) mit Namens-Gravur und Flitzerin Kinsey Sue pusht ihren Insta-Channel. Wenig später gewinnt Portugal die erstmals veranstaltete Nations League, während sich Katar bei der Copa América einkauft. Grund zum Feiern gibt es im Hause Özil: Der Arsenal-Legionär heiratet unter den Augen des türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan. Stößchen!