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Fußballtrainer haben selten sichere Arbeitsplätze. Die Cheftrainerposten bei so manchen Vereinen gelten gar als wahrer Schleudersitz. Entlassungen kommen nicht selten völlig unangekündigt, oft steht der Nachfolger schon direkt auf der Matte. Doch es gibt die Fälle, die jeden noch so hartgesottenen Fan in Schockstarre versetzen. Oder zumindest ein schelmisches Grinsen abverlangen. Vorhang auf für die krassesten Trainerentlassungen im Weltfußball!

Platz 5: Felix Magath (Fulham FC)

„Quälix“ schleifte bekanntermaßen vor gar nicht allzu langer Zeit im Südwesten Londons die Mannen des Fulham FC. 2014 stieg er mit den Cottagers allerdings ab und auch den Zweitligastart versemmelte er mit sieben sieglosen Spielen gehörig. In Verruf war der ehemalige Wolfsburger und Münchner Meistermacher aber vor allem durch bizarre Empfehlungen nach Verletzungen seiner Spieler geraten. Brede Hangeland etwa sagte, Magath habe ihm geraten, er solle eine Knieverletzung mit Käse behandeln. Zur Verteidigung sagte Magath: „Ich schlug lediglich vor, dass es sich lohnen könnte, Quark auf die verletzte Stelle aufzutragen.“ So ein Käse.

Platz 4: Vladica Petrovic (FK Drina Zvornik)

Normalerweise wird Trainern in persönlichen Gesprächen die Trennung mitgeteilt. Unschöner ist es, die Nachricht der Entlassung per SMS mitgeteilt zu bekommen – so geschehen mit Peter Pacult beim slowenischen Klub NK Zavr. Noch hässlicher machte es der bosnische Drina Zvornik. Die feuerten ihren Trainer Vladica Petrovic ohne Skrupel per Facebook-Post. Petrovic kommentierte den öffentlichen Post trocken mit „Danke für die Mitteilung“.

Platz 3: Massimiliano Riccini (Invictasauro Grosseto)

Mit dieser Entlassung war nun wirklich nicht zu rechnen. Der Trainer des italienischen Nachwuchsteams Invictasauro wurde im November 2019 infolge eines 27:0-Sieges seiner Schützlinge gegen Marina Calcio gefeuert. Der Verein verkündete: „Dieses Resultat steht nicht im Einklang mit den Werten des Jugendfußballs. Der Gegner muss immer respektiert werden und das ist an dem Tag nicht geschehen. Beim nächsten Mal also nach dem siebten Tor aufhören und den Gegner noch einen Ehrentreffer erzielen lassen.“ Trainer Riccini musste seinen Hut nehmen.

Platz 2: Victor Sánchez del Amo (Málaga CF)

Anfang des Jahres suspendierte der spanische Zweitligist Málaga CF seinen Trainer Sánchez del Amo aus offiziell „disziplinarischen Gründen“. Wenige Tage zuvor war ein Sex-Video mit Aufnahmen des Coaches online verbreitet worden. Sánchez del Amo behauptet, er sei im Zusammenhang mit dem Video erpresst worden, das angeblich ohne seine Zustimmung gedreht worden sei. „MCF hat sich nach besten Kräften bemüht, die Situation durch intensive Verhandlungen mit Victor Sanchez del Amo einvernehmlich zu lösen“, hieß es von Vereinsseite. Die Gespräche mit dem Coach seien allerdings gescheitert, der 43-Jährige musste gehen.

Platz 1: Toni Schumacher (Fortuna Köln)

Legendär war die Entlassung des ehemaligen Nationalkeepers Schumacher. Der „Tünn“ wurde 1999 als Trainer von Fortuna Köln in der Halbzeitpause entlassen. Beim Stand von 0:2 gegen Waldhof Mannheim geriet der frühere Nationaltorwart heftig mit Vereinspräsident Jean Löring aneinander. „Ich als Verein musste reagieren“, erklärte Löring, der in der zweiten Halbzeit selber auf der Bank saß.