• de de
  • en
  • de
Die Meeeiiister, die Beeeesten, les grandes équiiiipes… und so weiter! Freunde, die Königsklasse steht vor der Tür und die Spielplangestalter hauen direkt mal für Spieltag 1 absolute Porno-Ansetzungen raus: BVB-Barcelona, Napoli-Liverpool, PSG-Real, Atlético-Juve! Ja geht’s noch?! Der Wettbewerb bockt schon, bevor auch nur ein einziges UCL-Ticket unter den Scanner gehalten wurde. Wir geben euch ein paar Facts mit auf den Weg, um bei euren Kumpels mit Extra-Wissen zu glänzen!

Nur ein „Neuling“

Waren es in der Vorsaison noch zwei Debütanten in der Champions League (Young Boys Bern, Roter Stern Belgrad), so ist dieses Mal ausschließlich Atalanta Bergamo neu im Big Business. Die Norditaliener sind der zehnte Verein aus dem Land von Pizza und Pasta und der 141. insgesamt. Allerdings darf Bergamo seine Heimspiele gegen Zagreb, ManCity und Donezk nicht in der heimischen Bruchbude (die aktuell ohnehin renoviert wird) austragen, sondern weicht dafür ins kolossale Stadio Giuseppe Meazza, besser bekannt als San Siro, nach Mailand aus.

Torjäger unter sich

Seit der Saison 2008/09 hießen die Torschützenkönige der Champions League stets Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi. Einzige Ausnahme: In 2014/15 schlich sich Neymar (damals FC Barcelona) ebenfalls an die Spitzenposition. Der Brasilianer lochte zehn Mal ein und teilte sich Platz eins mit den Leo und CR7. Übrigens: Der Toptorjäger der Champions League kam noch nie von einem deutschen Teilnehmer.

Finale am Bosporus

Am 30. Mai 2020, also ziemlich genau 15 Jahre nach dem „Wunder von Istanbul“ (Liverpool drehte das 0:3 gegen Milan und gewann den Henkelpott), ist das Atatürk Olimpiyat Stadı abermals Schauplatz für das größte Finale im europäischen Vereinsfußball. Alle Liverpudlians werden also hoffnungsvoll auf eine Wiederholung dieses epischen Duells hoffen. Problem: Der AC Mailand ist diesmal nicht in der Champions League vertreten. Auch nicht schön: Die Istanbuler Bierpreise haben sich seither nahezu verdoppelt.

Was macht der Titelverteidiger?

Seit Einführung der Champions League 1992 ging der amtierende Titelträger nur ein einziges Mal komplett baden: Chelsea schied 2012/13 in der Gruppenphase aus. Allerdings konnte mit Real Madrid bekanntlich bislang überhaupt nur ein einziges Team den Henkelpott erfolgreich verteidigen. Tipster liefert euch für die Titelverteidigung der Reds immerhin eine 7,5er-Quote.


Versammlung der Trainer-Elite

Selbstverständlich sind bei der Königsklasse auch die erfolgreichsten Coaches im Einsatz. Die krasseste Erfolgsbilanz weist natürlich His Royal Highness, Zinedine Zidane, vor: Drei Trophäen als Trainer geholt (2016, 2017, 2018), überhaupt nur vier CL-Spiele verloren. Realer Wahnsinn! Pep Guardiola folgt ihm mit zwei Titeln (2009, 2011), allerdings hat der Katalane in Diensten von ManCity deutlich öfter am Seitenrand rumgefuchtelt als Zizou. Die drittbeste Bilanz präsentiert Carlo Ancelotti: Bei nicht weniger als acht Klubs (Parma, Juventus, Milan, Chelsea, PSG, Real Madrid, Bayern, aktuell Napoli) stand der Italiener am Seitenrand, gewann allerdings gerade einmal 55 Prozent der Spiele. Einer der Großen ist diesmal nicht dabei: José Mourinho wird die Saison lediglich als Experte beim englischen Sender Sky Sports begleiten.

Die größten Außenseiter

Hinlänglich bekannt ist, dass die Underdogs einer jeden Champions-League-Saison stets vom Balkan, aus Osteuropa oder Skandinavien kommen. Dieses Mal haben sich, neben Teams wie Roter Stern Belgrad und Slavia Praha auch die Belgier aus Brügge und Genk unter die Quoten-Mutanten geschmuggelt. Der Gewinn der Champions League durch eines dieser Teams ist so unwahrscheinlich wie der Verkauf von Originaltrikots am Strand von Agadir, dennoch sei euch gesagt: Ihr bekämt im Erfolgsfall (!) jeweils das 800-fache eures Einsatzes zurück!

Jüngster Torschütze aller Zeiten?

Beim FC Barcelona deutet sich mal wieder Sensationelles an: Mit Ansu Fati traf am vergangenen Wochenende ein 16-Jähriger im Liga-Spiel gegen Valencia. Trifft der in Guinea-Bissau geborene Flügelspieler in der Gruppenphase, wäre er der jüngste Torschütze der UEFA Champions League aller Zeiten. Den bisherigen Rekord hält Peter Ofori-Quaye, der 1997 im zarten Alter von 17 Jahren für Olympiakos Piräus netzte.

Kurze Wege und brutale Tortouren

Aufatmen: Aus Kasachstan ist dieses Mal kein Team dabei, Reisen bis kurz vor die chinesische Grenze muss also keiner auf sich nehmen. Den längsten Weg für ein Auswärtsspiel haben dieses Mal die Fans von Benfica und Zenit St. Petersburg zurückzulegen. 3.618 Kilometer (Luftinie) sind von der zweitgrößten Stadt Russlands bis zur Tejo-Mündung zu absolvieren. Wer Flugangst hat, muss geschmeidige 45 Stunden Autofahrt auf sich nehmen, wohlgemerkt ohne Pausen und Grenzstaus. Übrigens: Die kürzeste Distanz der diesjährigen Champions-League-Gruppenphase gibt’s bei den Duellen zwischen Ajax Amsterdam und OSC Lille – 234 Kilometer. Riecht doch stark nach einer Fahrradtour der Ajax-Anhänger, oder?