• de de
  • en
  • de

kimmich-vs-werner Am 20. Februar kehrt auch endlich die Europa League aus der Winterpause zurück. Und dann geht es Schlag auf Schlag. Im Gegensatz zu den verbliebenen Teilnehmern der Champions League müssen die Europa-League-Teams im Wochentakt ran. Aus der Bundesliga sind noch 3 Teams in der UEFA Europa League vertreten: Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg. Wer die Gegner sind und wie hoch die Chance aufs Weiterkommen ist, verrät euch unser kleines RoundUp zur Europa League.

Eintracht Frankfurt – FC Salzburg (20.02., 18:55 Uhr)

Bei den Verantwortlichen der Eintracht war die Stirn in Falten gelegt, als das Los FC Salzburg als kommende Gegner im Sechzehntelfinale gezogen wurde. Schließlich war Salzburg nach einer furiosen Champions-League-Gruppenphase mit 16 erzielten Toren erst am letzten Spieltag ausgeschieden. Im Winter erlebten die Österreicher dann allerdings heftigen Aderlass: Top-Torjäger Erling Haaland wechselte nach Dortmund, Takumi Minamino nach Liverpool, Marin Pongračić nach Wolfsburg. Die Mozartstädter gehen mit einer völlig neuen Offensive in die Rückrunde. Weiterer Nachteil: Seit Mitte Dezember befindet sich die österreichische Bundesliga in der Winterpause, Salzburg startet erst sechs Tage vor dem Hinspiel in Frankfurt in die Rückrunde.

Die Eintracht kam gut aus der Winterpause, holte sieben Punkte aus den ersten drei Spielen, darunter ein 2:0 gegen das Salzburger „Franchise“ aus Leipzig. SGE-Coach Adi Hütter kennt die Salzburger zudem aus seiner Zeit als Trainer der Red Bull Juniors (2005-2009) und der Erstliga-Mannschaft (2014-2015). Der letztjährige Halbfinalist verfügt mit Martin Hinteregger und Winter-Neuzugang Stefan Ilsanker über weitere „Ösi-Erfahrung“. Die Eintracht geht daher als Favorit in dieses Sechzehntelfinale.

VfL Wolfsburg – Malmö FF (20.02.2020, 21:00 Uhr)

Der vermeintlich einfachste deutsche Gegner ist der aktuelle Vizemeister aus Schweden. Bis zum Ende der letzten Saison wurde Malmö von Uwe Rösler gecoacht, Rösler übernahm kürzlich bei Fortuna Düsseldorf das Traineramt. Sein Nachfolger bei MFF ist auch in der Bundesliga kein Unbekannter: Jon Dahl Tomasson, einst Torjäger beim VfB Stuttgart. Bemerkenswert: In seiner Zeit bei den Schwaben gewann Tomasson beide Partien gegen den VfL Wolfsburg nicht. Ähnlich wie die Salzburger haben die Schweden seit Mitte Dezember kein Pflichtspiel mehr bestritten. Zudem beendete Goalgetter Markus Rosenberg seine Karriere, weswegen die Offensive wohl vor allem von Isaac Kiese Thelin abhängig sein wird.

Alles andere als optimal gestaltete sich der Rückrundenstart für die Wölfe. Niederlagen in Köln und gegen Hertha konnten mit einem Auswärtssieg in Paderborn halbwegs korrigiert werden. In der Europa League hievte sich das Team von Trainer Oliver Glasner mit zwei knappen 1:0-Erfolgen an den letzten beiden Spieltagen in die K.o.-Phase. Sollte der VfL nicht einen komplett rabenschwarzen Tag erwischen, sollte er bereits im Hinspiel die Weichen für ein einigermaßen entspanntes Weiterkommen sorgen. Im Swedbank Stadion zu Malmö dürfte die Angelegenheit deutlich unangenehmer werden, dort verlor Malmö diese Saison kein Europa-League-Spiel. Unsere Prognose: Wolfsburg ist im Rhythmus, hat mehr individuelle Qualität. Die Niedersachsen setzen sich durch!

Bayer Leverkusen – FC Porto (20.02.2020, 21:00 Uhr)

Im Rheinland ist bei Anpfiff des Hinspiels gerade die Jeckenzeit angebrochen. Statt Kamelle und Strüßjer wird es die Werkself allerdings mit einem Schwergewicht des portugiesischen Fußballs zu tun haben. Nach Startschwierigkeiten im August und September hatte der einstige Champions-League-Sieger aus Porto zwischen Mitte Oktober und Mitte Januar wettbewerbsübergreifend nur ein einziges Spiel verloren (0:2 bei den Rangers). Mit einem 3:2 gegen Feyenoord Rotterdam am letzten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase kletterte das Team um den einstigen Real-Verteidiger Pepe noch von Platz 3 auf 1. Beim Namen Sérgio Conceição klingelt es allen in den Ohren, die einst bei der EURO 2000 das desaströse Aus der DFB-Elf gegen Portugal mitansahen. Der damalige „Deutschland-Schreck“ ist heute Trainer beim FCP und kann auf eine solide Mischung aus Routiniers und Youngsters zurückgreifen.

Sowohl Bayer als auch der FC Porto sind langjährige Teilnehmer der UEFA Klubwettbewerbe, beide trafen allerdings noch nie aufeinander. Lediglich ein Testmatch im Juli 2016 gab es zwischen Leverkusen und Porto, Endstand damals 1:1. Gegen portugiesische Vereine ist die Bilanz der Leverkusener jedoch positiv: In 16 Aufeinandertreffen gab es 7 Siege, 5 Niederlagen und 4 Unentschieden. Ob die Elf von Trainer Peter Bosz, die erst am letzten Spieltag der CL-Gruppenphase in einer Gruppe mit Juve und Atlético Madrid ausschied, gegen ein internationales Top-Team wie Porto weiterkommt, ist alles andere als sicher. Vor allem in der heimischen BayArena präsentiert sich Leverkusen alles andere als stabil, in der Bundesliga-Heimtabelle ist man nur Zehnter. Ganz klar: Leverkusen hat den größten Brocken der drei deutschen Europa-League-Teilnehmer erwischt. Sollte diese Heimschwäche anhalten, sehen wir den FC Porto im Vorteil und befürchten das Aus für die Werkself.