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Juli
Rafael van der Vaart bekommt ein Abschiedsspiel im Volkspark. Mit dabei: Ailton. VdV wörtlich: „Ich habe ihn eingeladen, damit ich nicht der Dickste bin.“ Ailtons ehemaliger Sturmpartner Claudio Pizarro gibt derweil bekannt, dass 2019/20 seine letzte Saison als Profifußballer sein wird. Eine weitere Legende hängt seine Karriere an den Nagel: Iker Casillas. In Kairo holt Algerien den Afrika-Pokal gegen den Senegal (1:0). In der J-League wird Vissel Kobe zum FC Barcelona 2.0, nachdem neben Andres Iniesta und David Villa auch Sergi Samper und Thomas Vermaelen beim Poldi-Klub anheuern. Im Trainingslager von Werder Bremen schaut Dieter Bohlen vorbei und lässt sich mit Teilen der Mannschaft ablichten. Es folgen zahlreiche Verletzungsausfälle bei den Hanseaten und eine Hinrunde, die auf dem direkten Abstiegsplatz landet. 

August
Unglaublich, aber wahr! Bei der Community Shield musste Virgil van Dijk erstmals nach 519 Tagen wieder einen Gegenspieler an sich vorbeiziehen lassen. Die Liga läuft schon und die Bayern kriegen so langsam kalte Füße als Mitte August noch immer kein Top-Transfer für die Offensive präsentiert werden kann. Kein Leroy, kein Ousmane, kein Callum Hudson-Odoi. Dafür kommt Coutinho das Zahnpasta-Lächeln schlechthin, per Leihe aus Barcelona für 8,5 Millionen. Romantisch wird es im Ruhrpott: Dort kaufte der Bürgermeister der Stadt Herne das Stadion der Westfalia und benannte es kurzerhand in „Livia-Leischner-Stadion: Dem Bürgermeister seine Frau ihr Stadion“ um. 

September
Beim DFB gibt’s nach Toren zukünftig einen neuen Beat: „Kernkraft 400“ von Zombie Nation ist die neue Torhymne der Nationalmannschaft und wird beim ersten Heimspiel nach der Sommerpause gegen Holland auch zweimal abgespielt. Doof: Oranje lässt es viermal klingeln. Beim FC Bayern klingeln derweil die Kassen und so werden allen FCB-Mitarbeitern infolge des Rekordumsatzes zwei zusätzliche Gehälter ausgezahlt. In Litauen nimmt der Bürgermeister von Vilnius Ronaldos Wunsch, mit Messi essen zu gehen, zum Anlass für ein kurioses Angebot: Zehn der bestbewerteten Restaurants der Stadt haben künftig auf unbeschränkte Zeit einen Tisch für Leo und CR7 reserviert. Wohl bekommt’s! 

Oktober
Die Bayern überrollen Tottenham in der Königsklasse mit 7:2. Bester Mann: Serge Gnabry, der einst beim Erzrivalen Arsenal spielte und vier Buden macht. Damit hat er zum damaligen Zeitpunkt mehr Tore im neuen Spurs-Stadion erzielt als Harry Kane! Zlatan weiht in Malmö eine Statue ein, natürlich seine eigene. Unglücklich: Wenig später gibt Ibrahimovic bekannt, dass er sich beim Liga-Konkurrenten Hammarby IF engagieren will. 

November
Niko Kovac fliegt nach der 1:5-Watschn der Münchner in Frankfurt, neuer Mann an der Bayern-Linie wird Hansi Flick. Hoffenheims Kevin Voigt gelingt ein Bundesliga-Rekord: 172 Pässe, ohne auch nur einmal den Gegner angespielt zu haben. Der bisherige Rekordhalter war Gladbachs Nico Elvedi mit 105 Pässen ohne Fehlpass. Fehl am Platz sind die Ziegenköpfe, die vor dem Rhein-Derby im Müngersdorfer Stadion landen. Dabei findet die Partie selbst in Düsseldorf statt, die Fortuna siegt mit 2:0. Im Tabellenkeller rotieren derweil das Trainerkarussell: Zunächst entlässt der FC den im Sommer verpflichteten Achim Beierlorzer, einen Tag später schasst Mainz 05 sein „Eigengewächs“ Sandro Schwarz. Ende des Liedes: Beierlorzer heuert in Mainz an, während sich die Kölner die Trainingskünste von Markus Gisdol sichern. 

Dezember
In Frankreich nimmt der Protest gegen den Videobeweis neue Formen an. Beim Erstliga-Kick zwischen OGC Nizza und dem FC Toulouse war der Monitor am Spielfeldrand betriebsunfähig, nachdem Ratten die Kabel des VAR-Monitors anknabberten. Prominentester Videobeweis-Gegner ist neuerdings Mario Gomez, denn dem VfB-Angreifer werden nicht weniger als fünf Tore binnen drei Spielen nach VAR-Eingriff aberkannt. „Das ist einfach so ein Bullshit“, flucht Gomez. Jochen Drees, Projektleiter Videobeweis beim DFB lädt ihn daraufhin in den berüchtigten Kölner Keller ein: „Wir können ihm gerne erklären, wie der Videoassistent und die kalibrierte Linie funktionieren.“ Ob sich der Stuttgarter in die Niederungen der Unbamherzigkeit aufmacht, ist nicht überliefert. Der BVB beschenkt sich noch nach Weihnachten selbst und legt sich den hochgejubelten Erling Haaland für vergleichsweise schmale 20 Millionen Euro unter den Tannenbaum.