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Trikots sind das Aushängeschild eines jeden Vereins. Spieleruniform, Werbefläche, Erkennungsmerkmal. Für Fans DAS Identifikations-Utensil schlechthin. Weltweit. Noch vor dem Schal. Allerdings schlichen sich in der langen Geschichte des Sporttrikots immer wieder optische Entgleisungen ein, die beim eigenen Anhang meist für blankes Entsetzen und allerhöchstens bei Trikotsammlern für Begeisterung sorgten. Welches waren die 5 hässlichsten Trikots aller Zeiten? Ich habe sie für euch ausgelistet.

VfL Bochum – 1997/98

Die 90er standen für grelle Farben, für die Loveparade und für bunte Reklame. Das Bochumer Unternehmen „Faber Lotto Service“ hatte nicht nur Regenbogenfarben im Firmenlogo, der damalige Hauptsponsor des VfL – damals wie heute als fußballerisch „graue Maus“ tituliert – vereinnahmte gleich die Hälfte des Trikots mit seinem bunten Anstrich, schließlich war Faber auch Ausrüster und mit Unternehmens-Brand auch auf dem Kragen zu lesen, kein Witz! Mehr Marketing ging nicht. Das scheußlich-bunte Trikot, in dem Darius Wosz und Co. sogar im UEFA-Cup spielten, ist inzwischen absoluter Kult. Was nichts an seiner Hässlichkeit ändert.

Mexikos Torwarttrikots von Jorge Campos in den 90ern

Fiel eben schon das Wort „Loveparade“, dann trifft das auch auf den Look des Verrückten aus Acapulco zu. Aber sowas von. Jorge Campos hatte das Privileg, seine Torwart-Trikots selbst designen zu dürfen: Immer zu groß und immer mit den heftigsten Farbkombinationen. Bei der WM 1994 in den USA lief Campos in einem pink-giftgrün-hellgelben Dress im Zickzack-Muster auf. ¡Dios mío!

CD Pinzón – 2016/17

Irgendwo in der Wüste von Andalusien nimmt die Kreativität hinsichtlich Trikotdesign ganz obskure Formen an. Der derzeitige Sechstligist machte auf sich aufmerksam, in dem man Trikots im Erdbeer- (Heim) und Blaubeer-Design (Auswärts) entwarf. Der Bezug zu den Früchten ist schnell hergestellt, schließlich ist die Ecke südlich von Sevilla sehr von der Landwirtschaft geprägt – und da werden eben vornehmlich Erdbeeren und Blaubeeren gezüchtet.

CD Palencia – 2016/17

Spanische Amateur-Teams und ihr Faible für extravagante Trikots. In Palencia, einer Kleinstadt in der Region Kastilien und León, haben sie sich auch in diese illustre Auswahl eingereiht und das Fleisch-Trikot präsentiert. „Nicht deren Ernst“, denkt ihr? Doch! Die Spieler liefen in diesem unfassbar hässlichen Shirt, das gehäutete Muskelpakete abbildete, auf. Das dazu passende Vereinsmotto damals: „Wir geben euch unsere Haut für den Aufstieg.“

Lokomotive Moskau 2008/2009

Achtung, wenn ihr das Trikot in der Google-Bildersuche seht, droht akuter Brechreiz! Der aktuelle Russen-Champion Lok Moskau kreierte vor elf Jahren ein Scheusal der Trikot-Geschichte: Eine Melange aus minzgrün und feuerwehrrot. Es gleicht an ein Wunder, dass keiner der Dauerkarteninhaber von Loko damals erblindete.